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Zahnimplantat-Hersteller im Vergleich Von Straumann bis Osstem: Qualität erkennen

Über 100 Systeme auf dem Markt, doch der Preisunterschied zwischen Premium und Budget liegt bei nur 50 bis 300 Euro.

Das Wichtigste in Kürze

  • check Über 100 Implantatsysteme gibt es auf dem deutschen Markt. Die Qualitätsunterschiede betreffen Oberfläche, Passgenauigkeit und Langzeitstudien.
  • check Straumann, Nobel Biocare und Camlog zählen zu den führenden Zahnimplantat-Marken. Über 90 Prozent aller Implantate bestehen aus Titan.
  • check Basalimplantate (ohne Schrauben) kommen bei starkem Knochenabbau zum Einsatz, haben aber weniger Langzeitstudien als Schraubsysteme.
  • check Mini-Implantate eignen sich vor allem zur Stabilisierung von Prothesen bei schmalem Kiefer.
  • check Der Preisunterschied zwischen Premium und Budget liegt bei nur 50 bis 300 Euro pro Implantat.
Zahnimplantat-Hersteller im Vergleich
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Inhaltsverzeichnis

1. Warum die Wahl des Herstellers wichtig ist

Auf dem deutschen Markt gibt es über 100 verschiedene Implantatsysteme, weltweit sogar mehr als 300. Die Qualitätsunterschiede zwischen diesen Zahnimplantat-Herstellern sind erheblich. Sie betreffen die Oberflächenbehandlung, die Passgenauigkeit der Verbindungsteile und die klinische Langzeiterfahrung.

Ein Implantat bleibt im besten Fall ein Leben lang im Kiefer. Deshalb ist die Zahnimplantat Qualität mehr als ein Verkaufsargument. Premium-Hersteller investieren in aufwendige Oberflächenbehandlungen, die das Einwachsen in den Knochen (Osseointegration) beschleunigen. Gleichzeitig liefern sie Langzeitstudien über zehn und mehr Jahre, die ihre Erfolgsraten belegen.

Budget-Systeme sind oft günstiger im Einkauf, bieten aber weniger klinische Dokumentation und eingeschränkte Garantieprogramme. Für Sie als Patient bedeutet das: Die Materialkosten machen maximal 30 Prozent der Gesamtbehandlung aus. Der Preisunterschied zwischen einem günstigen und einem Premium-Implantat liegt beim Zahnarzt bei etwa 50 bis 300 Euro. Dieser Betrag fällt angesichts der Gesamtkosten von 1.500 bis 3.000 Euro für ein einfaches Implantat vergleichsweise gering aus.

Fragen Sie Ihren Zahnarzt, welches Implantatsystem er verwendet, und lassen Sie sich die Gründe für seine Wahl erklären.

Quellen: implantate.com | medikompass.de | 2te-zahnarztmeinung.de

2. Die führenden Zahnimplantat-Hersteller

Welche Zahnimplantate gibt es, und welche Zahnimplantat-Marken setzen sich in der Praxis durch? Die Antwort hängt von der Spezialisierung, der klinischen Erfahrung und der Verbreitung beim Zahnarzt ab. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Zahnimplantate Hersteller auf dem deutschen Markt.

Premium-Segment

An der Spitze steht Straumann aus der Schweiz, der weltweit führende Zahnimplantat-Hersteller mit einem Marktanteil von rund 35 Prozent. Das Unternehmen ist seit über 60 Jahren im Markt, in mehr als 100 Ländern aktiv und bietet eine lebenslange Herstellergarantie. Die patentierte SLActive-Oberfläche gilt als Referenzstandard für schnelle Osseointegration. Zahnimplantat Straumann Material umfasst sowohl Titan als auch Keramik (Straumann Pure).

Nobel Biocare, ursprünglich aus Schweden und heute Teil der Danaher-Gruppe, geht auf die Pionierarbeit von Prof. Brånemark zurück. Nobel Biocare entwickelte die TiUnite-Oberfläche und bietet ebenfalls eine lebenslange Implantat-Garantie sowie zehn Jahre auf Aufbauten. Das Unternehmen gilt als teuerster Anbieter im Premium-Segment.

Dentsply Sirona mit deutschem Standort in Bensheim vereint mehrere Implantatsysteme unter einem Dach: Ankylos, Astra Tech mit fluoridbehandelter Oberfläche, Frialit und XiVE. Jedes System hat eigene Stärken, je nach klinischer Indikation.

Mittleres Segment

Zahnimplantat Camlog gehört zu den am häufigsten eingesetzten Systemen in Deutschland. Das Unternehmen (heute Henry Schein, Produktion in Wimsheim) wurde 1997 gegründet und positioniert sich bewusst als Zahnimplantat-Hersteller Deutschland mit deutlich niedrigeren Preisen als die Premium-Marken. Camlog bietet eine breite Produktpalette und hohe Versorgungssicherheit. BEGO aus Bremen ergänzt das mittlere Segment mit dem bewährten Semados-System.

Budget-Segment

Alpha-Bio aus Israel und Osstem aus Südkorea bedienen das Budget-Segment. Beide bieten günstigere Implantate bei wachsendem Marktanteil. In manchen Rankings wird Alpha-Bio sogar als Topmarke geführt. Der niedrigere Preis geht allerdings mit weniger umfangreicher klinischer Langzeitdokumentation einher.

Die folgende Zahnimplantate Hersteller Liste fasst die wichtigsten Marken mit ihren Besonderheiten zusammen.

Hersteller Herkunft Segment Besonderheiten
Straumann Schweiz Premium SLActive-Oberfläche, lebenslange Garantie, Titan + Keramik
Nobel Biocare Schweden/USA Premium TiUnite-Oberfläche, lebenslange Garantie, Brånemark-Tradition
Dentsply Sirona USA/Deutschland Premium Ankylos, Astra Tech, Frialit, XiVE
Camlog Deutschland Mittel Breite Palette, hohe Verbreitung in DE
BEGO Deutschland Mittel Semados-System
Alpha-Bio Israel Budget Günstig, wachsend
Osstem Südkorea Budget Günstig, steigender Marktanteil

In der Praxis spezialisieren sich die meisten Zahnärzte auf zwei bis drei Systeme. Das liegt daran, dass die Komponenten verschiedener Hersteller nicht untereinander kompatibel sind. Wenn Sie den Zahnarzt wechseln, sollten Sie Ihren Implantatpass mitbringen, damit der neue Behandler das richtige System identifizieren kann.

Quellen: medikompass.de | 2te-zahnarztmeinung.de | Straumann Group

3. Titan oder Keramik: Hersteller nach Material

Neben der Marke spielt das Zahnimplantat Material eine zentrale Rolle. Titan und Keramik (Zirkonoxid) sind die beiden Hauptmaterialien. Nicht jeder Hersteller bietet beides an. Die folgende Zuordnung hilft bei der Orientierung.

Titan Implantat Hersteller

Über 90 Prozent aller Zahnimplantate bestehen aus Titan. Das Material verfügt über mehr als 30 Jahre klinische Langzeiterfahrung und erreicht Erfolgsraten von 95 bis 98 Prozent über zehn Jahre. Straumann, Nobel Biocare und Camlog gehören zu den bekanntesten Titan Implantat Herstellern. Auch Dentsply Sirona (Ankylos, Astra Tech), BEGO, Alpha-Bio und Osstem fertigen ihre Systeme aus Titan.

Keramik Implantat Hersteller

Keramikimplantate aus Zirkonoxid sind metallfrei und eignen sich besonders für Patienten mit Metallunverträglichkeit oder hohen ästhetischen Ansprüchen. ZERAMEX (CeramTec, Schweiz) hat sich als Spezialist für Zirkonoxid-Implantate etabliert. Straumann bietet mit dem Pure-System ebenfalls ein Keramikimplantat an. Nobel Biocare führt Keramikoptionen im Sortiment.

Im Vergleich zu Titan sind Keramikimplantate teurer: Die Mehrkosten liegen bei etwa 150 bis 300 Euro pro Implantat. Gleichzeitig ist die klinische Langzeiterfahrung mit unter zehn Jahren im breiten Einsatz deutlich kürzer. Zweiteilige Keramikimplantate erreichen nach fünf Jahren Erfolgsraten von rund 98,5 Prozent. Für eine sichere Entscheidung sollten Sie mit Ihrem Zahnarzt besprechen, ob Ihre klinische Situation ein Keramikimplantat zulässt oder ob Titan die bessere Wahl ist.

Den ausführlichen Vergleich beider Materialien finden Sie in unserem Ratgeber Zahnimplantat Materialien: Titan vs. Keramik im Vergleich .

Alles über Keramikimplantate (Vorteile, Nachteile, Kosten und Haltbarkeit) erklärt unser Ratgeber Keramikimplantat: Vorteile, Kosten und für wen es sich lohnt .

Quellen: zahnimplantat-experten.ch

4. Zahnimplantat ohne Schrauben: Basalimplantate

Neben den klassischen Schraubimplantaten aus Titan oder Keramik gibt es eine Sonderform: das Zahnimplantat ohne Schrauben. Gemeint sind Basalimplantate, auch BOI (Basal Osseo Integrated) genannt. Sie werden nicht in den weichen Kieferknochen geschraubt, sondern in die härtere Kortikalis, die äußere Knochenschicht, eingesetzt.

Basalimplantate kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn der Kieferknochen stark zurückgegangen ist und ein konventionelles Schraubimplantat ohne vorherigen Knochenaufbau nicht möglich wäre. Befürworter betonen, dass durch die sofortige Belastung kein monatelanges Einheilen nötig ist. Die Versorgung mit Zahnersatz kann häufig innerhalb weniger Tage erfolgen.

In der Fachwelt ist die Methode allerdings umstritten. Die DGZMK hat seit 1982 klare Kriterien für anerkannte Implantatsysteme formuliert. Für Basalimplantate fehlen bislang Langzeitstudien mit dem Evidenzgrad, den etablierte Schraubsysteme von Straumann, Nobel Biocare oder Camlog vorweisen können. Die Zahl der Anbieter ist überschaubar, und nur wenige Zahnärzte in Deutschland setzen das Verfahren routinemäßig ein.

Wenn Sie sich für ein Zahnimplantat ohne Schrauben interessieren, sollten Sie gezielt nach einem erfahrenen Implantologen suchen und sich die Studienlage erklären lassen. Ein Vergleich mit den Langzeitdaten klassischer Schraubimplantate (95 bis 98 Prozent Erfolgsrate über zehn Jahre) kann bei der Einordnung helfen.

Quellen: implantate.com

5. Mini-Implantate: Hersteller und Einsatzgebiete

Neben Basalimplantaten gibt es eine weitere Sonderform: Mini-Implantate. Sie haben einen Durchmesser von unter drei Millimetern und sind damit deutlich schmaler als Standardimplantate. Das macht sie zu einer Option bei schmalem Kieferknochen oder wenn ein klassisches Implantat nicht in Frage kommt.

Mini-Implantate werden vor allem zur Stabilisierung von Prothesen eingesetzt. Zwei bis vier Mini-Implantate können eine Unterkieferprothese so fixieren, dass sie beim Sprechen und Essen nicht mehr verrutscht. Der Eingriff ist weniger invasiv als bei Standardimplantaten, die Einheilzeit kürzer und die Kosten niedriger.

Zu den bekannten Herstellern gehören 3M mit dem MDI-System und Straumann mit schmalen Varianten. Die Mini-Implantate Erfahrungen zeigen, dass die Systeme für ihren spezifischen Einsatzbereich zuverlässig funktionieren. Allerdings eignen sie sich nicht als Ersatz für Standardimplantate bei Einzelzahnversorgungen, da die dünnere Schraube weniger Kaukräfte aufnehmen kann.

Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, ob Mini-Implantate für Ihre Situation geeignet sind. Besonders bei Prothesenproblemen kann ein Mini-Implantatsystem eine vergleichsweise unkomplizierte Lösung sein.

6. Qualitätsunterschiede: Premium vs. Budget

Welches Zahnimplantat ist das beste? Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Entscheidend sind konkrete Qualitätskriterien, die Premium-Systeme von Budget-Alternativen unterscheiden. Der Zahnimplantate Vergleich zeigt, wo die Unterschiede tatsächlich liegen.

Drei Faktoren sind bei den Zahnimplantate Qualitätsunterschieden besonders relevant.

  • Oberfläche: Premium-Hersteller investieren in aufwendige Oberflächenbehandlungen wie SLA (Straumann) oder TiUnite (Nobel Biocare). Diese Verfahren beschleunigen die Osseointegration und verbessern die Langzeitstabilität. Budget-Hersteller verwenden häufig einfachere Oberflächenstrukturen.
  • Passgenauigkeit: Die Verbindung zwischen Implantat und Aufbau (Abutment) muss mikrometergenau sitzen. Undichtigkeiten begünstigen Bakterienbesiedlung und können zu Knochenverlust führen. Premium-Systeme setzen hier engere Fertigungstoleranzen an.
  • Langzeitstudien: Straumann und Nobel Biocare können auf Studien mit zehn und mehr Jahren Nachbeobachtung verweisen. Die Erfolgsraten von Titan-Implantaten liegen bei 95 bis 98 Prozent über zehn Jahre. Für viele Budget-Systeme fehlen vergleichbare Daten.
  • Ersatzteil-Verfügbarkeit: Geht nach zehn Jahren ein Aufbauteil zu Bruch, muss der Zahnarzt ein passendes Ersatzteil finden. Bei etablierten Herstellern ist die Ersatzteilversorgung langfristig gesichert. Bei kleineren Anbietern kann das schwieriger werden.

Der Preisunterschied beim Zahnarzt-Einkauf liegt bei etwa 50 bis 300 Euro pro Implantat. Bei Gesamtkosten von 1.500 bis 3.000 Euro für ein einfaches Seitenzahnimplantat ist der Materialpreis also nicht der dominierende Kostenfaktor. Trotzdem kann ein günstigeres System im Einzelfall sinnvoll sein, wenn der Zahnarzt es gut kennt und ausreichend Erfahrung damit hat.

Quellen: medikompass.de | zahnimplantat-experten.ch

7. Worauf bei der Hersteller-Wahl achten?

Die Entscheidung für einen Zahnimplantat-Hersteller treffen in der Praxis meist Zahnarzt und Patient gemeinsam. Welche Zahnimplantate sind zu empfehlen? Das hängt von der individuellen Situation ab. Drei Punkte helfen bei der Orientierung.

  • Verbreitung: Je weiter ein Implantatsystem verbreitet ist, desto leichter finden Sie Zahnärzte, die es kennen, und desto besser ist die Ersatzteilversorgung. Straumann und Camlog gehören in Deutschland zu den am häufigsten eingesetzten Systemen.
  • Garantie: Premium-Hersteller wie Straumann und Nobel Biocare bieten lebenslange Implantat-Garantien. Das schützt Sie vor Materialfehlern. Fragen Sie nach, ob Ihr Zahnarzt am Garantieprogramm des Herstellers teilnimmt.
  • Versicherungserstattung: Die Qualität des Implantatsystems beeinflusst nicht direkt die Erstattung durch die Zahnzusatzversicherung. Ob Ihr Tarif 90 oder 100 Prozent der Implantatkosten übernimmt, hängt vom gewählten Versicherungsschutz ab. 20 von 38 Tarifen erstatten über 90 Prozent, ab etwa 21 Euro monatlich (Alter 40). Eine gute Zahnzusatzversicherung deckt auch Premium-Implantate ab.

Lassen Sie sich vor der Behandlung einen Heil- und Kostenplan erstellen. Darauf steht das verwendete Implantatsystem. Diesen Plan können Sie sowohl bei Ihrer Krankenkasse als auch bei Ihrer Zahnzusatzversicherung einreichen.

8. Fazit: Qualität zahlt sich langfristig aus

Die Wahl des Zahnimplantat-Herstellers beeinflusst, wie lange Ihr Implantat hält und wie sicher die Versorgung in den Jahren danach ist. Renommierte Hersteller wie Straumann, Nobel Biocare oder Camlog bieten klinisch geprüfte Systeme mit hohen Erfolgsraten und langfristiger Ersatzteilsicherheit.

Der Preisunterschied zwischen Premium- und Budget-Implantaten liegt beim Zahnarzt bei 50 bis 300 Euro. Angesichts der Gesamtkosten und der Lebensdauer eines Implantats lohnt sich die Investition in ein bewährtes System. Fragen Sie Ihren Zahnarzt nach dem verwendeten Implantatsystem und lassen Sie sich den Heil- und Kostenplan erstellen. Mit einer passenden Zahnzusatzversicherung können Sie auch bei einem Premium-Implantat den Eigenanteil deutlich reduzieren.

9. Häufige Fragen

Es gibt keinen einzelnen besten Hersteller, denn die Wahl hängt von der klinischen Situation und den Anforderungen ab. Straumann, Nobel Biocare und Dentsply Sirona gelten als Premium-Hersteller mit den umfangreichsten Langzeitstudien.

Straumann ist mit rund 35 Prozent Marktanteil weltweit führend und bietet eine lebenslange Garantie. Nobel Biocare geht auf die Pionierarbeit von Prof. Brånemark zurück. Camlog ist im mittleren Preissegment eine bewährte Alternative mit hoher Verbreitung in Deutschland. Alle drei erreichen Erfolgsraten von 95 bis 98 Prozent über zehn Jahre.

Fragen Sie Ihren Zahnarzt, welches System er routinemäßig einsetzt. Ein Hersteller, mit dem Ihr Behandler viel Erfahrung hat, ist oft die beste Wahl für Ihre Situation.

Ja, die Unterschiede betreffen vor allem die Oberflächenbehandlung, die Passgenauigkeit und die klinische Dokumentation. Premium-Hersteller investieren deutlich mehr in Forschung und Fertigung als Budget-Anbieter.

Aufwendige Oberflächen wie SLActive (Straumann) oder TiUnite (Nobel Biocare) beschleunigen das Einwachsen in den Knochen. Die Verbindung zwischen Implantat und Aufbau muss mikrometergenau sitzen, um Bakterienbesiedlung zu vermeiden. Etablierte Hersteller liefern zudem Langzeitstudien über zehn und mehr Jahre, während für viele Budget-Systeme vergleichbare Daten fehlen.

Lassen Sie sich vom Zahnarzt erklären, welches System er verwendet und warum. Die Materialkosten machen maximal 30 Prozent der Gesamtbehandlung aus.

Nein, die Komponenten verschiedener Implantathersteller sind in der Regel nicht untereinander austauschbar. Jedes System verwendet eigene Verbindungen, Schrauben und Aufbauteile.

Das bedeutet: Wenn Sie den Zahnarzt wechseln, muss der neue Behandler wissen, welches System bei Ihnen eingesetzt wurde. Nur so kann er passende Ersatzteile und Aufbauten verwenden. Bei etablierten Herstellern ist die Ersatzteilversorgung langfristig gesichert, bei kleineren Anbietern kann es schwieriger werden.

Bewahren Sie Ihren Implantatpass sorgfältig auf. Dort sind Hersteller, Typ und Chargennummer Ihres Implantats dokumentiert. Bringen Sie den Pass zu jedem Zahnarztbesuch mit.

Der Preisunterschied zwischen Straumann und Camlog beim Zahnarzt-Einkauf ist geringer als viele Patienten erwarten. In Schweizer Preisvergleichen beträgt er nur rund 20 Euro pro Implantat.

Generell liegt der Einkaufspreisunterschied zwischen verschiedenen Herstellern bei etwa 50 bis 300 Euro. Die Gesamtkosten für ein einfaches Seitenzahnimplantat betragen 1.500 bis 3.000 Euro. Die Materialkosten machen davon maximal 30 Prozent aus. Den größeren Anteil bestimmen das Zahnarzthonorar, die Laborkosten und gegebenenfalls ein Knochenaufbau.

Lassen Sie sich einen detaillierten Heil- und Kostenplan erstellen. Dort sind die Materialkosten separat aufgeführt, sodass Sie die Preise verschiedener Systeme vergleichen können.

Die Garantieleistungen unterscheiden sich deutlich zwischen den Herstellern. Straumann und Nobel Biocare bieten eine lebenslange Garantie auf das Implantat selbst. Nobel Biocare gewährt zusätzlich zehn Jahre Garantie auf Aufbauteile.

Die Herstellergarantie deckt Materialfehler und Bruch ab. Sie ersetzt nicht die Gewährleistung des Zahnarztes für die korrekte Behandlung. Budget-Hersteller bieten häufig kürzere Garantiezeiten oder eingeschränktere Bedingungen. Voraussetzung für die Garantie ist in der Regel, dass der Zahnarzt am Garantieprogramm des Herstellers teilnimmt.

Fragen Sie vor der Implantation, ob Ihr Zahnarzt am Garantieprogramm des verwendeten Herstellers teilnimmt. So sichern Sie sich den vollen Garantieschutz.

Grundsätzlich ja, allerdings ist die Auswahl in der Praxis eingeschränkt. Die meisten Zahnärzte spezialisieren sich auf zwei bis drei Implantatsysteme und kennen diese besonders gut.

Der Zahnarzt wählt das System nach seiner Erfahrung, der klinischen Indikation und der Verfügbarkeit aus. Ein Wechsel zu einem anderen System nur auf Patientenwunsch ist möglich, kann aber höhere Kosten und eine weniger routinierte Behandlung bedeuten. Alternativ können Sie gezielt nach einem Zahnarzt suchen, der Ihr bevorzugtes System einsetzt.

Sprechen Sie das Thema beim Beratungsgespräch offen an. Lassen Sie sich erklären, warum Ihr Zahnarzt ein bestimmtes System bevorzugt, und wägen Sie die Argumente gegen Ihre eigene Recherche ab.

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